Alles blitzblank? - Wie gefährlich sind konventionelle Reinigungsmittel

Reinigungsmittel unter der Lupe

Es gibt wohl kaum ein befreienderes Gefühl als wenn die eigenen vier Wände frisch geputzt im neuen Glanz erstrahlen. Kein Wunder, denn Sauberkeit und Hygiene trägt maßgeblich zu unserem Wohlbefinden bei. Doch braucht es dafür wirklich all die kostspieligen Spezialreiniger, die man im Supermarkt findet? Oder bringen diese chemischen Keulen doch mehr Probleme als sie lösen? Wir haben für euch genauer hingeschaut. 

Aktuelle Studien und Experten zeigen ein immer deutlicheres Bild: Viele Inhaltsstoffe in herkömmlichen Putzmitteln schaden nicht nur Umwelt und Gesundheit, sondern erzielen durch chemische Rückstände und die Förderung multiresistenter Keime auch nicht die gewünschte Sauberkeit. Der Kauf von besonders starken Spezialreinigern ist also nicht nur teuer, sondern vor allem gesundheitsgefährdend und unnötig. 

Putzt du deine Gesundheit weg?

Nicht umsonst ziehen sich viele Gummihandschuhe beim Wochenputz an, um nicht in direkten Kontakt mit den verwendeten Mitteln zu kommen. Denn viele chemische Saubermacher enthalten Inhaltsstoffe, die Hautreizungen verursachen, die Ausbildung von Allergien fördern und zu Atemwegsproblemen führen können. Einige Stoffe stehen sogar im Verdacht krebserregend zu sein. 

Doch nicht nur während dem Reinigen gefährden konventionelle Putzmittel die Gesundheit. Bei ihrer Verwendung werden die Reiniger auf den Oberflächen versprüht. Durch das Verwischen entfernt man sie aber nie vollständig, sondern sie bleiben auf den Flächen zurück. Besonders Kinder und Haustiere sind dadurch gefährdet, ungewollt mit giftigen Stoffen in Berührung zu kommen. 

Da selbst Produkte, die keimfreie Reinigung versprechen, nicht hoch genug konzentriert sind, um alle Bakterien abzutöten, entstehen so außerdem immer resistentere Keime. 

Saubere Umweltverschmutzer

Wer regelmäßig die Chemiekeule zu Hause schwingt, schadet aber nicht nur seiner eigenen Gesundheit, sondern auch Natur und Umwelt. Denn die 20.000 Tonnen Haushaltsreiniger, die alleine in Österreich jährlich verbraucht werden, wandern über die Kläranlage letztlich in unsere Flüsse. Trotz Verbesserungen in den letzten Jahren sind viele Inhaltsstoffe in Reinigungsmitteln biologisch schwer oder nicht vollständig abbaubar, können sich in der Umwelt und in Organismen anreichern und Gewässerorganismen schädigen. 

Neben der Wasserverschmutzung fällt durch konventionelle Reinigungsmittel jährlich auch eine enorme Menge an Plastikmüll an. 

Natürliche Reiniger – die ökologische Alternative

Solltest du jetzt auf ein blitzblankes Wohlfühlzuhause verzichten? Auf keinen Fall! Zum Glück gibt es viele einfache, natürliche Alternativen, die nicht nur genauso effektiv sind wie herkömmliche Putzmittel, sondern sogar wesentlich günstiger. 

Was Oma noch wusste: Natürliche Haushaltshelfer

Um anorganischen und mineralischen Schmutz wie Rost, Kalk oder Urinstein zu lösen, kann man zum Beispiel einfach Zitronensäure oder Essig verwenden. Diese sauren Reinigungsmittel sind 100% natürlich und werden oft als Bad- und WC-Reinigern verwendet. Essig fungiert zusätzlich auch als Glasreiniger: Einfach einen Schuss ins Wasser geben und die Fenster mit der Mischung wässern.

Für organische Verschmutzungen wie zum Beispiel Fett, Eiweiß, Blut und Ruß sowie Moos auf Steinen und Holzgegenständen im Garten helfen natürliche, alkalische Reiniger wie Natron und Soda. Auch das altbewährte Backpulver kann wunderbar als Ofenreiniger oder WC-Reiniger verwenden. 

Innovative Reinigungssyteme

Wer langfristig nach einer gesundheits- und umweltschonenden Reinigungsalternative sucht, stößt früher oder später auf Thermostar. Der innovative Trockendampfreiniger ermöglicht rückstandsloses und chemiefreies Putzen, mit herausragenden Ergebnissen und natürlich keimfreier Sauberkeit. Durch seinen Einsatz sparst du neben Zeit auch Müll und laufende Kosten

Also vor dem nächsten Frühjahrsputz denk daran: Weniger ist mehr – gerade beim Putzen. Deine Gesundheit und Umwelt werden es dir danken. 

Quellen: 

https://www.umweltzeichen.at

Nach ÖGSV Fachkunden Lehrgang (Miorini, Buchrieser, Enko) ÖGSV Fachkunde 1 Allgemeine Hygiene und Grundlagen der Reinigung und Desinfektion 

Lehrbuch Der Pharmakotherapie, Rudolf Kobert, Deutscher Pharmakologe und Toxikologe

https://help.orf.at/v3/stories/2902701/

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